Stillen & Flasche

Trinkmenge Neugeborenes: wie viel ml dein Baby trinkt und wie oft

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Ein Neugeborenes in einem hellgrünen Strampler trinkt aus einem Fläschchen, gehalten auf dem Schoß eines Erwachsenen.
Foto von Helena Lopes auf Unsplash

Wie viel trinkt ein Neugeborenes?

Ein Neugeborenes trinkt nach Bedarf in vielen kleinen Mahlzeiten, und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) nennt dafür keine feste Milliliterzahl: Gestillt wird, so oft und so lange das Baby mag, meist acht- bis zwölfmal in 24 Stunden oder öfter. Säuglingsmilch (Pre- oder 1-Nahrung) kann laut BIÖG wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden.

Die Mengen sind klein, weil der Magen klein ist. Bei der Geburt ist er laut Netzwerk Gesund ins Leben gerade einmal so groß wie eine Kirsche, und das Baby trinkt häufig, weil pro Mahlzeit nur wenig Milch hineinpasst, und nicht, weil die Milch nicht reicht. Die Trinkmengen können laut BIÖG von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein.

Statt an Millilitern orientiert sich das Netzwerk Gesund ins Leben an deinem Baby: Die Mengenangaben auf der Packung von Flaschenmilch sind laut Netzwerk nur eine Orientierung, was zählt, sind die Signale des Babys. Weil BIÖG und Netzwerk keine Milliliterwerte nennen, stammen die Werte für Säuglingsmilch in der Tabelle von der American Academy of Pediatrics (AAP), der US-amerikanischen Fachgesellschaft für Kinderheilkunde.

Alter oder Fall Was die Quellen sagen Quelle
1. Lebenstag Der Magen ist so groß wie eine Kirsche Netzwerk Gesund ins Leben
3. Lebenstag Der Magen ist so groß wie eine Walnuss Netzwerk Gesund ins Leben
7. Lebenstag Der Magen ist so groß wie eine Aprikose Netzwerk Gesund ins Leben
4 Wochen Der Magen ist so groß wie ein großes Hühnerei Netzwerk Gesund ins Leben
Erste Woche, Säuglingsmilch Höchstens etwa 30 bis 60 ml pro Mahlzeit AAP (USA)
Erster Monat, Säuglingsmilch Nach und nach bis 90 bis 120 ml pro Mahlzeit AAP (USA)
Gestillte Babys Keine Mengenangabe, gestillt wird nach Bedarf BIÖG, Netzwerk Gesund ins Leben

Wie viel ml trinkt ein Neugeborenes mit Pre-Nahrung?

Mit Säuglingsmilch wie Pre-Nahrung trinkt ein Neugeborenes in der ersten Woche laut der US-amerikanischen AAP höchstens etwa 30 bis 60 ml pro Mahlzeit und steigert sich im ersten Monat nach und nach auf 90 bis 120 ml.

Dein Baby muss die Flasche laut Netzwerk nicht leer trinken und sollte dazu auch nicht ermuntert werden. Hört es auf zu trinken, lässt den Sauger los, dreht den Kopf weg oder öffnet den Mund nicht mehr, zeigt es damit laut Netzwerk, dass es eine kurze Pause braucht oder genug hat. Gedeiht dein Baby gut und ist es zufrieden, solltest du es laut BIÖG nicht drängen, mehr zu trinken, weil es sonst überfüttert und belastet wird.

Im Allgemeinen schaffen Babys ihre Flasche laut BIÖG in etwa 10 bis 15 Minuten. Das Mengenverhältnis von Milchpulver und Wasser auf der Packung hältst du laut BIÖG genau ein: Zu viel Pulver kann den Wasserhaushalt und die Nieren des Babys belasten, zu wenig Pulver oder zu viel Wasser kann zu Unterernährung führen.

Schläft dein Baby nach dem Trinken ein, legst du es zum Schlafen auf den Rücken, wie es das BIÖG zur Vorbeugung gegen den plötzlichen Kindstod empfiehlt. In Rückenlage ist es laut BIÖG durch wieder hochkommende Nahrung nicht mehr gefährdet als in Seitenlage.

Wie viel trinkt ein Neugeborenes am Tag?

Eine feste Tagesmenge für Neugeborene gibt es nicht: Bei gestillten Babys passt sich die Milchmenge laut Netzwerk Gesund ins Leben dem Bedarf an, und für Säuglingsmilch nennt die US-amerikanische AAP als Durchschnitt etwa 75 ml am Tag pro 453 g Körpergewicht, umgerechnet rund 165 ml pro Kilogramm. Für ein Baby mit 3,5 kg wären das rechnerisch knapp 580 ml am Tag.

Mehr als durchschnittlich etwa 960 ml Säuglingsmilch in 24 Stunden sollte ein Baby laut AAP in der Regel nicht trinken. Die AAP schreibt aber auch, dass Babys ihre Menge wahrscheinlich von Tag zu Tag selbst regulieren, und dass du dir von deinem Baby zeigen lassen kannst, wann es genug hat.

Beim Stillen gilt laut Netzwerk: Je mehr Milch aus der Brust getrunken wird, umso mehr wird gebildet. Die Milchmenge pro Stillmahlzeit kann laut den Handlungsempfehlungen des Netzwerks über den Tag sehr unterschiedlich sein und mit dem Körpergewicht des Kindes variieren. Gesunde, reif geborene Babys, die nach Bedarf gestillt werden, brauchen laut BIÖG in den ersten Tagen nichts anderes als Muttermilch, und Wasser, Tee oder Glukose können das Stillen empfindlich stören. Etwa 36 bis 96 Stunden nach der Geburt beginnt die Brust laut Netzwerk, vermehrt Milch zu bilden, was manchmal Milcheinschuss genannt wird.

Neben der Milchnahrung brauchen Babys laut BIÖG keine weitere Flüssigkeit, also weder Wasser noch Tee. Nur in besonderen Situationen wie Durchfall, hohem Fieber oder an sehr heißen Tagen kann laut BIÖG zusätzliche Flüssigkeit ratsam sein, und gestillte Babys werden dann häufiger angelegt.

Wie oft trinkt ein Neugeborenes?

Ein Neugeborenes trinkt meist acht- bis zwölfmal in 24 Stunden oder öfter, am Anfang oft im Abstand von einer bis drei Stunden; so beschreibt es das BIÖG fürs Stillen. Die Kinder- und Jugendärzte im Netz (BVKJ) nennen für den ersten Lebenstag mindestens sechs bis acht Stillmahlzeiten und ab dem zweiten Lebenstag acht bis zwölf oder mehr in 24 Stunden. Mit Säuglingsmilch trinken Babys laut der US-amerikanischen AAP meist in regelmäßigeren Abständen, etwa alle 3 bis 4 Stunden.

In der ersten Woche sollten laut den Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben nicht mehr als vier Stunden zwischen zwei Stillmahlzeiten liegen, bis die Milchbildung in Gang gekommen ist. Schläft dein Baby in dieser Zeit länger als vier Stunden, wird es laut Netzwerk gegebenenfalls sanft geweckt. Später ergeben sich laut Netzwerk meist 8 bis 12 Stillmahlzeiten in 24 Stunden, und auch längere Abstände können sich einstellen.

Wann dein Baby trinken möchte, zeigt es dir laut BIÖG mit Stillzeichen: Zuerst öffnet es den Mund, streckt die Zunge Richtung Unterlippe, dreht den Kopf und beginnt zu suchen, und Schreien ist ein spätes Zeichen. Hunger ist laut BIÖG aber nicht der einzige Grund, weshalb Babys quengeln oder schreien: Oft möchten sie Nähe und Beschäftigung.

Woran merkst du, dass dein Baby genug trinkt?

Ob dein Baby genug trinkt, siehst du an nassen Windeln, an der Gewichtszunahme und daran, wie es wirkt. Für gestillte Babys nennt das Netzwerk Gesund ins Leben diese Anhaltspunkte: Es ist lebhaft und aufmerksam, wirkt nach dem Stillen meist zufrieden, hat regelmäßig Stuhlgang und wächst und gedeiht. Tatsächlich zu wenig Milch ist laut Netzwerk sehr selten.

Bei den Windeln nennt das Netzwerk 5 oder mehr nasse Windeln am Tag mit hellem, dünnem Urin, sobald die reichliche Milchbildung begonnen hat. Laut BVKJ sprechen 4 bis 6 schwere Einmalwindeln oder 6 bis 8 gut nasse Stoffwindeln am Tag für ein gut gestilltes Baby. Die Muttermilchmenge gilt laut BVKJ außerdem als ausreichend, wenn dein Baby eine rosige, elastische Haut hat und Zunge und Mund feucht sind.

Beim Gewicht ist ein Rückgang am Anfang normal: In den ersten Tagen nimmt ein Baby laut BIÖG normalerweise etwas ab und hat sein Geburtsgewicht in der Regel spätestens mit 7 bis 14 Tagen wieder erreicht; der BVKJ nennt einen Verlust von bis zu 7 %. In den ersten zwei Monaten nimmt ein Baby laut BIÖG ca. 170 bis 330 g pro Woche zu, wobei diese Zahlen nur zur Orientierung dienen. Hebamme, Kinderärztin oder Kinderarzt kontrollieren die Gewichtszunahme laut Netzwerk regelmäßig.

Wann solltest du mit deiner Kinderarztpraxis oder Hebamme sprechen?

Sprich mit deiner Kinderarztpraxis oder deiner Hebamme, sobald du unsicher bist, ob dein Baby genug trinkt; dazu raten die Kinder- und Jugendärzte im Netz (BVKJ).

  • Dein Baby trinkt über längere Zeit schlecht, wirkt blass und schlapp oder bekommt Fieber. Dann muss es laut BIÖG umgehend in der Kinderarztpraxis vorgestellt werden.
  • Dein Baby ist in der ersten Woche sehr schläfrig, trinkt schwach, nimmt wenig zu oder hat eine Gelbsucht. Dann kann es laut Netzwerk Gesund ins Leben nötig sein, es nach Absprache mit Kinderarztpraxis oder Hebamme zum Stillen zu wecken.
  • Dein Baby spuckt stark und wächst und gedeiht nicht wie erwartet. Dann ist laut Netzwerk ein Besuch in der Kinderarztpraxis nötig.
  • Die Gewichtszunahme macht dir Sorgen. Sie kann laut BIÖG kurz über oder unter den Orientierungswerten liegen, ohne dass das ein Problem bedeuten muss; bei Zweifeln rät das BIÖG zum Gespräch mit der Kinderarztpraxis oder einer Beratungsstelle.
  • Du hast das Gefühl, die Milch reicht nicht. Dann können dich laut Netzwerk Hebammen oder qualifizierte Stillberatende beraten.

In der App: Ein Still-Timer, der Unterbrechungen übersteht

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Geschrieben von der MyBaby-Redaktion. Wie wir Quellen auswählen und prüfen (auf Englisch).

MyBaby ist kein Medizinprodukt und bietet keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Fragen zur Gesundheit deines Babys wende dich immer an die Kinderarztpraxis oder deine Hebamme.

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